Bericht Christival 2016

Über Himmelfahrt, vom 04. – 08 Mai, waren wir als Jugend auf dem Christival in Kalrsruhe und  – auch wenn wir bei dieser Veranstaltung nicht allzu zahlreich vertreten waren – war es doch eine echt coole Gruppe. Als bescheidene Gruppe von 14 Jugendlichen und 5 Mitarbeitern unterwegs zu sein, hatte den Vorteil, dass wir nicht an einen Reisebus o. Ä. gebunden waren, sondern mit den Autos relativ flexibel sein konnten.

Allein das Begrüßungsevent war schon eine unglaubliche Erfahrung. Die riesige Arena war mit fast 14.000 Menschen gefüllt; auch wenn man beinahe keinen dieser Menschen kennt, fühlt man sich doch irgendwie miteinander verbunden. Generell fasziniert es mich immer wieder, wie freundlich und positiv miteinander umgegangen wird, obwohl man sich vorher noch nie gesehen hat, ob das nun bei einer spontanen Unterhaltung beim Mittagessen oder bei evtl. benötigter Hilfe ist.

Ein typischer Tag sah so aus: der Morgen startete – für den einen mehr, für den anderen weniger gut ausgeschlafen, je nach dem, wie gut man sich in der Sporthalle, in der wir unseren Schlafplatz hatten, erholen konnte – mit dem gemeinsamen Frühstück. Zum Glück war das Wetter das ganze Wochenende auf unserer Seite, sodass wir jeden Tag im Freien Essen konnten. Gegen 9:30 Uhr war dann geplant, in Richtung Karlsruher Messe zu fahren.Was einen dort erwartete, war je nach Teilnehmer unterschiedlich bzw. wir konnten uns zwischen vier Angeboten entscheiden. In diesen Gruppen wurden dann Bibeltexte, von denen man eigentlich dachte, sie bereits von vorne bis hinten zu kennen, zerlegt – je nach Angebot auf andere Weise, aber letztendlich bekam jeder einen vergleichbaren, aber für jeden wertvollen, Input in dieser Art „Morgenandacht“. Auch wenn es immer noch ca. 5000 Leute pro Angebot waren, wurden diverse persönliche Beiträge vom Publikums beigesteuert und speziell Fragen der Teilnehmer und Mitarbeiter auf der Bühne beantwortet.
Danach war Zeit zum Mittagessen, wobei die Warteschlangen in Kombination mit der strahlenden Sonne teilweise viel Geduld erforderten oder zu manchen Scherzen anregten, die eventuell hätten vermieden werden können und sollen. Die Zeit zwischen dem Mittagessen und dem nächsten Seminar war lang genug, um sich entweder auszuruhen, in den nächsten Supermarkt zu gehen oder sich an den lokalen Attraktionen auszutoben.

Die Seminare waren echt vielfältig, ob man nun Glaubenserfahrungen teilen wollte oder doch lieber  einen Graffiti-Crashkurs belegen wollte, ob man Geistesgaben erkennen lernen wollte oder sich als DJ versuchen wollte, es war praktisch für jeden etwas dabei.

Mir kam es so vor, dass zwischen den einzelnen Veranstaltungen genügend Freizeit war, aber man hatte nicht das Gefühl, dass man nichts zu tun hätte oder sich langweilen müsste. Die Zeit die einem geboten wurde, half einem auch, einfach mal aus dem Alltag herauszukommen, sich mit Themen zu beschäftigen, an die man sonst eher seltener denkt oder sie bewusst meidet. Das konnte man alleine machen, aber es wurden auch viele geistreiche Konversationen geführt und ich hatte den Eindruck, manche Leute aus unserer Jugend im positiven Sinne von einer ganz neuen Seite kennengelernt zu haben.
Abends gab es dann für alle auch noch einen Programmpunkt und danach ging es für alle, die wollten zum Abendprogramm, wo man sich zum Abschluss des Tages nochmal richtig austoben konnte. Gegen viertel vor eins haben wir uns dann wieder in unserem Schlaflager eingefunden, um uns schließlich erschöpft aber heiter für den kommenden Tag zu rüsten und nicht schlapp zu machen.

Insgesamt finde ich, dass das Christival eine sehr gesegnete Freizeit war und ich denke, dass jeder von uns, wenn er die Möglichkeit hätte, nochmal mitgekommen wäre. Für mich persönlich hat es sich allein schon für die Gespräche, die geführt wurden, auf jeden Fall gelohnt mitzukommen, aber auch die Events, die Gemeinschaft und die Seminare bleiben als positive Erinnerungen, die auch über längere Zeit nicht verblassen werden.

Gabriel B.