Bericht: Gemeindefreizeit

Zwischen uns und der Freizeit liegen wenige Stunden, einige Kilometer, vier Maschinen Wäsche und die nötigsten Absprachen zur kommenden Woche. Was sich hält ist die Dankbarkeit für das vergangene Wochenende. Das war rundum gut.

Wir haben viel Freiraum gehabt, räumlich und zeitlich. Das Haus war weitläufig, mit vielen großen und kleinen Zimmern, Sitzplätzen drinnen und draußen und einer großen Turnhalle, die wir jederzeit nutzen durften. Genauso einladend waren das Außengelände und die Umgebung.

Das Programm war vielfältig und für große und kleine Leute spannend, mit einigen Vorträgen und tollen Angeboten, wie Klettern, Wandern, Spielen, Kegeln, Tanzen, Volleyballtraining oder Speckstein bearbeiten, dem Gebetsraum, der Nachtbar und noch vielem mehr. Bei all dem war reichlich Zeit für Begegnungen und Gespräche – viel mehr, als uns an einem normalen Sonntag bleibt. Wir haben die Gespräche genossen: mit vertrauten Freunden, mit Menschen, denen wir zwar schon viele Male begegnet waren, aber mit denen wir uns noch nie unterhalten hatten und mit anderen, bei denen die letzte echte Begegnung schon wieder viel zu lang zurücklag.

Auch unsere Kinder haben diesen Rahmen genossen und über die Grenzen von Kigo-Gruppen, BU-Jahrgängen und Generationen hinweg viel fröhliche Zeit mit anderen verbracht.

Einige Impulse aus den Vorträge bewegen uns sehr. Unser persönliches Glaubens- und Gemeindeleben ist seit Jahren geprägt von dem Thema „Verortung“ und dem Ziel, hier an unserem Wohnort unseren Mitmenschen als Christen zu begegnen, für sie und mit ihnen Gutes zu tun und sie mit Jesus bekannt zu machen. Die Vorträge von Harald Sommerfeld rund um das Thema „Gott im Alltag leben und erleben“ haben uns dabei den Blick für die Vielfalt an Möglichkeiten weiter geöffnet. Das tut uns gut – und hoffentlich auch den Menschen um uns herum.

Da ist das Doppelgleichnis, das zwei grundverschiedene Antworten gibt auf die Frage, was passiert, wenn der Himmel die Erde berührt: Es wächst Gemeinde, wie ein Baum aus dem Senfkorn, klar abgegrenzt, strukturiert und an einem festen Ort. Alle dürfen wie die Vögel kommen, um Schutz und Heimat zu finden. Der zweite Teil des Gleichnisses: wir Christen durchmischen uns mit der Gesellschaft wie der Sauerteig mit dem Mehl, nicht abgegrenzt, nicht strukturiert, räumlich nicht zugeordnet. Wir sind mit der Umgebung eins und verändern sie dadurch.

In Ergänzung dazu steht das Bild von uns als Glieder am Leib Christi. Nicht jeder hat seine Berufung in einer nach außen gerichteten Gemeindeaktivität, nicht alle sind Hände oder Füße. Auch eine Aufgabe innerhalb der Gemeinde oder mein Leben als Christ in meinem alltäglichen Umfeld können genau meine Berufung sein.

Wir fühlen uns durch diese Gedanken und durch das Wochenende beschenkt, gestärkt und ermutigt. Danke!