Die Bahn hält an der Haltestelle „Messplatz“ in Darmstadt. Von dort ist es nicht mehr weit zur Gemeinde. Noch bevor ich ankomme, laufen mir zwei Mitarbeiter entgegen. Die Würstchen fürs Abendessen wurden vergessen – Nicht weiter schlimm. Jetzt werden eben neue gekauft. Hier muss keiner perfekt abliefern.

Wenige Augenblicke später begrüße ich die ersten Besucher unten im Bistro. Ich freue mich die üblichen, aber auch einige neue Gesichter, zu sehen. Es dauert nicht lange und der Abend wird von Jojo, der mit Samuel den Kreis leitet, eröffnet. Damit keiner die nächsten Stunden mit hungrigem Magen verbringen muss, beginnen wir wie immer mit dem Abendessen.

Mir fällt es etwas schwer sich auf Unterhaltungen zu konzentrieren – Ich bin etwas aufgeregt. Heute bin ich mit d

er Andacht dran und das zum ersten Mal. Mir wird angeboten, zu zweit beten zu gehen und einfach nochmal um Gottes Führung zu bitten. Gerne nehme ich das Angebot an. Es beruhigt doch immer, die Dinge vor Gott zu bringen!

Zurück im Bistro sind die meisten, neben leeren Tellern und halb-vollen Bechern, in Gespräche vertieft. Flo leitet über zum Lobpreis. Er spielt heute alleine Gitarre. In dieser Zeit darf man sich zumeist Lieder wünschen. Ich freue mich, dass sie heute wie automatisch zum Thema passen. Dann beginnt Jojo die Überleitung zu meinem Input. Spontan hatten wir abgesprochen, dass er noch etwas von seinen Erfahrungen beim 4. Musketier erzählt, einem Wanderwochenende in Schottland. Sein Fazit: Wir sind Kämpfer, keine Opfer! Weiter geht es mit meinen Gedanken zu unserer Identität als Christ

en und was Gott in der Bibel über unser Leben ausspricht. Für mich ist  es immer sehr ermutigend, sich mehr Gottes Realität bewusst zu machen. Ich ergänze meine Erkenntnisse aus den letzten Wochen mit Erfahrungen aus meinem Alltag. Meine Andacht endet und geht in eine große Zeugnisrunde über. Jeder darf erzählen von seinen Erlebnissen zum Thema. Die Ermutigung tut gut.

Der Programmteil schließt mit dem Lied „Historymaker“. Bald ist der Raum wieder gefüllt mit Gesprächen. Ein paar Freiwillige beginnen schon mal mit dem Spülen. Der Abend endet, wenn der letzte geht.

Auch heute Abend bilden sich wieder Fahrgemeinschaften. Jeder soll nach Hause kommen. Gegen 23.30Uhr schließe ich meine Haustür auf – ermutigt von einem Abend in guter Gemeinschaft und beschenkt von wunderbaren Menschen.

-Evelyn Clement-