Freiheit in Christus

Wie im letzten Beitrag bereits beschrieben, befindet sich der TwentyUP momentan in einer Umbruch-Phase. Inzwischen sind wir oben im Foyer gut angekommen. Es werden jeden Donnerstag fleißig dekoriert, Tische und Stühle gestellt. Bis wir um 19.30 Uhr an einer langen Tafel zum Essen Platz nehmen. Am vergangenen Donnerstag gab es jedoch kein Abendessen wie sonst, sondern ein Bring-and-Share Buffet – Jeder bringt etwas mit. Eigentlich. Wie das bei Studenten so ist, stand Nachmittags nur ein Vier-Gänge-Menü bestehend auf Frikadellen, Brot, Nudelsalat und Kuchen. Doch als wir am Abend zusammenkamen, hatten wir so viel, dass am Ende noch einiges übrig blieb. So ein Segen!

Zudem hatte unsere neue Andachten-Reihe zum Thema „Freiheit in Christus“ ihren zweiten Abend. Zwei Wochen zuvor ging es um Wahrheit: Dass Jesus die Wahrheit ist. Dass wir ihn annehmen müssen, um Grundlage zu haben für den geistigen Kampf (Epheser 6,12f.).  Wie wichtig es ist, die Bibel als Wort Gottes und wahr zu verstehen. Heute baute Simon darauf auf.

Die Anfangsfrage: Von was müssen wir eigentlich befreit werden? Schon von Beginn der Schöpfung an, versucht der Teufel das zu zerstören, was Gott erschaffen hat und das zu verhindern, was Gott vor hat zu verwirklichen. Unser Herz ist unter Dauerbeschuss durch Lügen des Teufels (Johannes 8,44): „Ich bin zu klein, dick, dumm, häßlich, alt, jung, faul, schüchtern für dieses oder jenes…“ Dem gegenüber stehen Gottes Wahrheiten. Simon meint: „Mein Herz ist gut. Punkt. Komisches Gefühl, gell?“ Da hat er Recht… Die Bibel sagt doch was anderes – oder etwa nicht? „Denn aus dem Herzen des Menschen kommt alles Schlechte…“ (Markus 7,21f.) Ja, aber seit der Erneuerung durch Jesus ist unser Herz nicht mehr verdorben. Wir sind keine armen Sünder mehr, unfähig zu etwas Gutem. Gott redet in Hesekiel 36,26.27 von einem neuen Herzen: „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und darnach tun.“ 

Gott gibt uns nicht nach und nach ein neues Herz und wir müssen da erst hineinwachsen. Gott legt ein komplettes, neues Herz in uns hinein. Er bricht nicht ein Stück unseres verfeinerten Herzens heraus uns legt ein bissen Fleisch rein. Er macht es komplett neu! In Zephania 3,17 heißt es sogar: „Der Herr, dein Gott (…) hat Freude an dir, er droht dir nicht mehr, denn er liebt dich; er jubelt laut, wenn er dich sieht.“

Wir müssen uns diesem Kampf zwischen dem Teufel mit seinen Lügen und Gott mit seinen Wahrheiten bewusst werden, um zu begreifen, was das Leben oft so schwer macht. Es sind die Lügen, die wir beginnen über uns und unsere Mitmenschen zu glauben, wenn wir zu sehr auf den Teufel hören. Gott wünscht sich, dass wir endlich „Ja“ sagen zu dem was in unserem Herzen ist; dass wir endlich wirklich lebendig werden. Und Freiheit erfahren.

Wenn unser Herz also gut ist, wieso sündigen wir dann noch? Das Fleisch ist das alte Wesen, das mit Christus gekreuzigt worden ist. Diese sündige Natur, die du bekämpfst, das bist nicht mehr du! (Römer 7,17f.) Unser altes Wesen räumt aber nicht kampflos das Feld. Wir müssen uns täglich dafür entscheiden, aus dem neuen Herzen heraus zu leben, das Jesus in uns hineingelegt hat. 

Und die nächste Wahrheit, die Simon ausspricht: Wir sind nach dem Ebenbild Gottes geschaffen und das dürfen wir über uns glauben und sagen, ohne uns des Hochmuts zu verurteilen.

Wir dürfen das in aller Demut sagen, denn wir wissen: Unsere Herrlichkeit spiegelt die Herrlichkeit Gottes. Indem wir diese Wahrheiten über uns annehmen, werden wir auch fähig unsere Mitmenschen annehmen. 

Freiheit ist möglich, weil Jesus dir echte und bleibende Freiheit schenkt (Johannes 8,36). Gott sehnt sich danach, dass du endlich anfängst das zu sein, was er in dein Herz hineingelegt hat. Du musst dich nicht darum kümmern, genug geliebt zu werden. Gott liebt dich viel mehr als du dir vorstellen kannst – bedingungslos. 

Bei Jesus ist echte Freiheit. Und diese Freiheit kannst du als Ausgangspunkt nehmen, auf deinem Weg, das zu werden was Gott jetzt schon in dir sieht. Wie du diese Freiheit erhältst? Indem du die Wahrheit, die Gott über dich und über dein Leben ausspricht, für dich ganz persönlich annimmst und diese Wahrheit als Fundament für dein ganzes Leben nimmst. Für dein Denken, dein Handeln, dein Fühlen, deine Beziehungen. Kurz gesagt: Für alles.

-Simon Tießen und Evelyn Clement-